pädagogisch wertfrei erziehen

Strom weg in Dachau

Danger: High Voltage

Es war einmal, ein ganz normaler Sonntag. 

Bei 30° im Schatten und nach getanem Wochenendputz, verbrachte die Familie Hitze ihren Nachmittag im Garten, die Füsse im Pool und versuchten die Temperatur zu ertragen. Und als der Herr Papa sich noch etwas kühles Wasser holen wollte, tja. da fiel ihm zuerst auf das die Herduhr aus war. Nach einem Blick in den Sicherungskasten und einem kurzen Schnack mit den Nachbarn war klar: Stromausfall.

Über den Nachbarschaftsnachrichtendienst erfuhren wir dann: Strom ist weg bis zur OMV Tankstelle. Scheint also nicht nur unser Dauerverbrauch durch MacBook Ladegeräte und Kühlschrank zu sein. Hurray.

Was eine halbe Stunde lang ja mal ganz lustig und eigentlich auch nicht schlimm war, entpuppte sich beim darüber Nachdenken als ziemlicher Fail.

Kühlschrank: fail
Froster: fail
Internet: fail

Wahhhhh, das Internet geht nicht?! Gott sei Dank für mobiles Internet. Oder? Waaaaahhh. Funkturm hat ebenfalls keine redundante Stromversorgung. Ja bin ich denn nur von Losern umgeben? Jungs. USV! Solarstrom! Batterien! Ich kann so nicht arbeiten.

Während wir also die Kinder bettfertig machten und Papa Sandmann aus der Konserve via MacBook lieferte (gedankt sei der neuen Technologie und der Entscheidung vor Jahren auf Laptops umzusteigen) betrachteten meine Frau und ich mit Sorge den Tiefkühler.

Und Papa überlegte "wie kann ich solche Ausfälle in Zukunft vermeiden?"

Woran merkt man den Nerd im Haus? Er überlegt in welcher Kombination und zu welchem Preis sich Autobatterien, 12 V Konverter und Solarzellen unter das Hausdach passen und wo man die USV anschliessen sollte.

Die einzig wirklich kritische Komponente ist, zumindestens im Sommer, echt der Tiefkühler. Der Verlust eines vollen Kühlschrankes, das haben wir vor ein paar Jahren mal gemerkt als selbiger kaputt ging, schmerzt. Ist nicht tödlich, aber schmerzt. In unserem Falle wären das nur ein paar TK Croissants und jede Menge Däumlingeis gewesen, trotzdem schade.

Egal, Stück für Stück fielen uns die anderen Nachteile der Abhängigkeit eines zentralen Stromnetzes auf.

Die Nachbarn kamen nicht mehr in Ihre Tiefgarage: Rolltor.

Die Nachbarn hatten es schön dunkel: Rollos.

Der Tankstellenbesitzer konnte nicht abkassieren: Kasse lief auf Windows 2000. 

Und nichts davon hatte einen händischen Override.

Während wir uns also Gedanken machten um all diese Vorteile die die Zivilisation so bringt und die Kinder ins Bett brachten, während also Menschen auf dem Dachauer Volksfest per Hand aus dem Riesenrad gekurbelt wurden (da hat wenigstens einer mitgedacht) und während, wieder auf dem Volksfest, das Bier per THW Generator gekühlt wurde, dachte ich nach über Fibonacci-Bäume mit Solarzellen im Vorgarten, über USVs im Keller, einen Generator im Gartenhaus und Autobatterien.

Merke: wir sind nur 24 Stunden entfernt von der Barbarei solange dein halber Haushalt

  • mit Strom betrieben wird
  • keine sauberen redundanten Lösungen für einen Stromausfall existieren
  • die mit Strom betriebenen Gerätschaften keinen händischen Alternativbetrieb haben

Tja. Gut das wir nicht Winter hatten. Wobei, da wäre wenigstens die Tiefkühlware kein Problem.

Ich geh jetzt Taschenlampen und ein batteriebetriebenes Radio kaufen.

Anmerkung:
Ein 13-jähriger hat gerade mal eben die Solartechnik revolutioniert, mit Solarbäumen nach Fibonacci

Und wer gucken mag, wenn er denn Strom hat, welcher Anbieter am wenigsten kostet der besuche: billig-tarife.de/stromtarife

Wenn schon Strom dann wenigstens nicht noch zu viel zahlen. 

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